
Lichtblicke in finsteren Zeiten – Kohoba sind zurück mit neuem Album «Memories in Plastic», konsequenter denn je. Zwei Jahre voller Reflexionen, Experimente, Suchen und Finden verdichtet das eingespielte Berner Indie Pop Outfit in schimmernde Songs, die den Spagat zwischen Pop und Tiefgang meistern. Mit entspannter Unbeugsamkeit spielen sie gegen Widrigkeiten und Absurditäten an, packen Optimismus in Noten und Text. «Memories in Plastic» lebt in der festen Überzeugung, dass sich die Welt am besten tanzend verändern lässt – kein Widerspruch, sondern die absolute Notwendigkeit.​
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Stets als Geheimtipp gehandelt, haben Kohoba auf ihrem musikalischen Weg, dessen Meilensteine bereits zwei Alben und eine EP umfassen, immer das Licht am Ende des Tunnels gesucht. Wenn Ideale bröckeln und Wünsche unerfüllbar scheinen, dann ist es Zeit für Kohoba, dagegen anzuspielen. «Memories in Plastic» vereint Indie Pop von Bandbreite, der Assoziationen mit der stilistischen Vielfalt von Phoenix, der emotionalen Ambiguität von The 1975 und dem introspektiven Groove vom Parcels weckt. Das Album beweist, dass politisches Bewusstsein und musikalische Unmittelbarkeit keine Gegensätze sind. Wenn die Welt düsterer wirkt und der Blick in die Zukunft verschwimmt, braucht es Zufluchtsorte, die nicht vergessen lassen wollen, sondern neue Perspektiven eröffnen. Schwere verwandeln Kohoba in Bewegung – in klare 4/4-Beats, getragen von Sebastians erdiger Stimme, Phippus gradlinigem Schlagzeug, Fabians schillernder Gitarre und verspielten Synths – in Songs, die gleichermassen fordern wie befreien. «Memories in Plastic» durchleuchten Missstände einer Welt aus den Fugen: Massenkonsum und Jagd nach Statussymbolen, Egoismus und zerrüttete Beziehungen. «Crony C» etwa durchleuchtet die Mechanismen eines Systems, in dem Vetternwirtschaft und Eigennutz längst zur Normalität geworden sind, «Run Away» reift zur eindringlichen Befreiungsgeste – ein Appell, sich vom Ballast fremder Erwartungen zu lösen und inneren Frieden zu finden. «Big L» behandelt mit brennender Dringlichkeit die Auswirkungen der Klimakrise.
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«Memories in Plastic» entstand teilweise unmittelbar in konzentrierten Sessions, teilweise waren es über Jahre gereifte Ideen, die langsam ihre finale Form fanden. Pascal Sonntag, seit dem zweiten Album fester Bestandteil der Band-Familie und auch live als Mischer mit dabei, übernahm Recording, Produktion und Mixing. Hannes Meister von Bang!Drums – von der Band liebevoll «Dr. Snare» genannt - unterstützte mit fachkundigem Drum-Tuning und dem Bereitstellen verschiedener fabrikeigener Schlagzeug-Setups. Michael Gsteiger prägte mit seinen Artworks und Fotos die visuelle Identität von Kohoba.







